Hallo!

Geboren in München, aufgewachsen in Würzburg, seit langem wohnhaft in Tokio, der Hauptstadt Japans, dem Zentrum des Universums (vor allem für Japaner).

Ich bin Softwareentwickler, und ich bin Schriftsteller. Das beißt sich nicht wirklich - in beiden Beruf(ung)en treibt mich das Gleiche: die Liebe zu Sprache und Sprachen einerseits, und meine ewige Faszination mit Japan auf der anderen Seite.  

Software

Die Software, die ich mache, hilft dem Computer, menschliche Sprache zu verarbeiten und zu verstehen. Früher habe ich bei einer japanischen Firma an Maschinellen Übersetzungssystemen  gearbeitet, und dort unter anderem ein Übersetzungssystem für Patente entwickelt. Heute baue ich Systeme zur Steuerung von Maschinen mit gesprochener Sprache, vor allem für Autos, bei der Tokioter Niederlassung einer US-Firma.

Japan-Bücher

Meine bisher zwei Bücher beschreiben beide das krasse Leben im japanischen Alltag. „Darum nerven Japaner. Der ungeschminkte Wahnsinn des japanischen Alltags“ kam vor über 10 Jahren zunächst auf Japanisch heraus, mit mäßigem Erfolg. In den deutschsprachigen Ländern aber traf ich wohl einen Nerv: die erst später erschienene deutsche Ausgabe hat sich bis heute in 20 Auflagen über 100.000 Mal verkauft. Die ganzen irren, schockierenden, witzigen Dinge, die auf einen Ausländer in Japan so in den ersten Jahren einprasseln, die wollte ich in diesem Buch einfangen, und zwar eben ohne die Spaßbremse der politischen Korrektheit.

2013 folgt "Darum spinnen Japaner. Neues vom Wahnsinn des japanischen Alltags" mit brandneuen, frischen Kapiteln, und noch härteren (Erdbeben, Knast, Ausländer), oder noch süßeren Themen (Niedlich, Pornos, Luxus). Ich schrieb es als der in Japan Angekommene, als Arbeitsknecht, Steuerzahler, Atomstromverbraucher und schließlich Atomstromopfer. Aber immer noch geht's um das wahnsinnig unterhaltsame (oder unterhaltsam wahnsinnige) Japan, das wir alle ja im Grunde unseres Herzens lieben - erst recht, wenn zwischen uns und den kleinen Inselchen 10.000 sichere Kilometer liegen.

Seit meinem ersten Buch schreiben mir immer wieder gerade Teenager und Studenten aus Europa mit dem Tenor: "Dein Japan klingt so spannend und aufregend. Ich möchte am liebsten sofort da hinziehen - was muss ich tun?" Leute, habe ich euch nicht eindeutig gewarnt, wenn ich schon im Titel schreibe, dass die Japaner nerven? Ihr wollt trotzdem her? Dann aber auf eigene Gefahr...

Im TV

Um das Bild komplett zu machen: Ich schreibe immer wieder in deutschsprachigen Print- und Onlinemedien, und ich bin auch immer mal wieder im deutschen Fernsehen zu sehen (sozusagen als "der Deutsche mit den nervenden Japanern"), so in "Brisant" auf RTL in den Tagen nach der Superkatastrophe vom 11. März 2011. Die japanischen TV-Zuschauer mussten meine Fresse sogar jahrelang regelmäßig ertragen: Als Student war ich vier Jahre lang wöchentlicher Gast bei Beat Takeshis Fernsehshow " Koko-ga hendayo! Nihonjin", einer der ersten Talkshows in Japan. Von 2009 bis 2011 war ich "der Deutsche" in der monatlichen Fernsehshow " Oshiete Mr. Nyusu! Ikegami Akira-no So nanda Nippon" teil, in der Akira Ikegami aktuelle Nachrichtenthemen auch aus der Perspektive des Auslands erläutert. In diese Glamour-Welt rutsche ich gerne immer mal wieder, so letzten Sommer in einem Fernseh-Werbespot für einen relativ unglamourösen Elektronikhersteller, der während der Olympiade 2012 ausgestrahlt wurde.